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Umwandlung statt Standortschließung!

Anlässlich der Schließungspläne von Automobilzuliefererbetrieb Continental in Mühlhausen, fordert Cordula Eger, Kreisvorsitzende der Partei DIE LINKE im Unstrut-Hainich-Kreis und Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Die sich zuspitzenden Entwicklungen in der Thüringer Automobilzuliefererindustrie, wie in Mühlhausen erfordern einen aktiven Umwandlungssprozess des Industriezweigs mit neuen Wertschöpfungsketten und nachhaltiger Perspektive für die Arbeitnehmer*innen. Schnelles Handeln und aktive Umwandlung statt plumpe Standortschließung lautet das Gebot der Stunde. Dafür stehen zuerst die Unternehmenszentrale in der Verantwortung, die im letzten Jahrzehnt viel Profit am Standort in Mühlhausen eingefahren haben. Durch die Landesregierung kann mit einer zielgerichteten Industrie- und Standortpolitik dieser Transformationsprozess aktiv begleitet werden.“


Die Folgen der Corona-Pandemie haben die bestehenden Probleme in der Automobilzuliefererindustrie verschärft und es droht in Mühlhausen ein substanzieller Teil der Industrie(arbeitsplätze) dauerhaft wegzubrechen. „Jetzt ist ein neuer Ansatz auch für diesen Industriezweig von Seiten der Unternehmen und auch der Politik gefragt. Der Umwandlungsprozess darf nicht die Deindustrialisierung von Regionen und massenhafte Arbeitslosigkeit zur Folge haben. Dafür steht auch die Bundespolitik in Verantwortung, diesen Prozess - wie in anderen Industriezweigen auch - aktiv mitzugestalten. Die gesamte Automotive-Industrie durchläuft einen beispiellosen Umbruch, der aber auch neue Chancen für den Industriestandort Thüringen bietet. Insbesondere das Thüringer Wirtschaftsministerium sollte als Katalysator in der Entwicklung neuer Produkte für E-Mobilität und Wasserstoffantriebe aktiv werden, wenn es um Forschungsverbünde und Netzwerkbildungen von Firmen geht. Wenn diese aktiv herbeigeführt werden, können neue Wertschöpfungsketten initiiert und die Implementierung der Wasserstofftechnologien beschleunigt werden. Dabei kann sich auch der neu gebildete Thüringen Zukunftsfonds in der Praxis bewähren, der gerade das Zukunftspotenzial der Thüringer Wirtschaft in der Corona-Pandemie mit schützen soll“, erläutert Eger mit Verweis auf die Bedeutung dieser Industrie.

Die Zukunft der Automobilindustrie ist nur mit Hilfe der Beschäftigten zu realisieren. Eger weiter: „Die sozial-ökologische Wende kann nur gelingen, wenn jetzt auch Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter*innen in der Automobilzuliefererindustrie genutzt werden, damit wir auch in Zukunft dem Fachkräftemangel begegnen können und gute Arbeit in Thüringen langfristig gesichert werden kann. Wir als Linksfraktion und als Partei im Unstrut-Hainich-Kreis stehen solidarisch an der Seite der Beschäftigten und fordern eine Perspektive für die Arbeitsplätze.“