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Kranzniederlegung zum Tag der Befreiung

Am Samstag lud DIE LINKE. Unstrut-Hainich zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung ein. Dem Aufruf folgten knapp 10 Personen, die sich zu einer gemeinsamen Kundgebung am sowjetischen Ehrenmal versammelten. Während der gesamten Versammlung wurde auf Abstand und Mund-Nasen-Schutz geachtet. Die Gedenkrede hielt das Landesvorstandsmitglied der Thüringer LINKEN und Mitglied des Mühlhäuser Stadtrates Steffen Thormann:

„Es ist wichtig, dass wir trotz der heutigen schwierigen Zeiten zusammen und dem heutigen Tag gedenken. Es ist auch wichtig, dass wir es hier in Mühlhausen machen, denn auch hier hat der Nationalsozialismus seine Schrecken hinterlassen.

Doch die Gefahr des Nationalsozialismus und der Ausgrenzung ist nicht vorbei. Vor 80 Jahren näherte er sich mit Uniformen. Vor 30 Jahren mit Springerstiefeln und Glatzen. Doch heute ist es anders. Heute nähert er sich über Anzugsträger in Parlamenten, hipp gekleideten Menschen in Großstädten und Hassnachrichten in Telegramkanälen, die von eine jüdischen Weltverschwörung sprechen. Wir müssen die Geschehnisse von damals als Lehre nehmen und uns weiterhin klar gegen Menschen stellen, die Minderheiten ausgrenzen, die rassistisch und antisemitisch denken!

Als LINKE fordern wir schon länger, dass der 8. Mai, als der Tag an dem der 2. Weltkrieg beendet wurde, ein deutschlandweiter Feiertag sein sollte. Frieden, Demokratie, Meinungsfreiheit und Vielfalt sind nicht naturgemacht. Gerade in der heutigen Zeit in der uns die Zeitzeugen verloren gehen ist auch die Gefahr groß, dass das erlebte vergessen wird.

Es ist keine Schande sich dem bewusst zu machen was hier Menschen anderen Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus angetan haben - anders als Björn Höcke es denkt. Es ist wichtig, weil es uns zeigt wo wir herkommen und dass wir solche Taten nicht mehr in unserer Mitte dulden!“