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Cordula Eger

Schwere Bedenken gegen Modell der kommunalen Horte

Die LINKE Kreistagsfraktion im Unstrut-Hainich-Kreis wird der Kreistagsvorlage für ein neues Erprobungsmodell zur Hortkommunalisierung über die nächsten vier Jahre unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht zustimmen.

"Eine Kommunalisierung der Grundschulhorte ist weder pädagogisch sinnvoll. noch unterstützt dieses Vorhaben die Weiterentwicklung einer inklusiven Thüringer Ganztagsgundschule", betont Cordula Eger (DIE LINKE), Mirglied des Bildungsausschusses des Kreises und verweist darauf, dass "nach wie vor die Fianzierung vom Land nicht abgesichert ist."

Offen seien auch die Fragen, ob die derzeit vom Kreis beschäftigten Erzieherinnen und Erzieher in den Horten übernommen und zu welchen Bedingungen diese angestellt werden. Nach wie vor sei die Personalvertretung über die Landratsämter schlecht geregelt, Abordnungen und Versetzungen passierten zum Teil per Anruf ohnen Einbeziehung vom Schulamt.

"Das Land muss zunächst dafür sorgen, dass keine Erzieherin schlechter gestellt wird. Das heißt, dem Fachpersonal, das vom Landkreis angestellt wird, dürfen keine Fünfzig-Prozent-Verträge mehr angeboten werden", fordert auch das Kreistagsmitglied der LINKEN, Jörg Kubitzki unmissverständlich. Für Angestellte würden halbe Stellen in der Entgeltgruppe S6 gerade einmal 800 Euro Netto bedeuten. "Der Landkreis würde damit prekäre Arbeitsverhältnisse schaffen und das ist skandlös!" unterstreichen die LINKEN Abgeordneten. Halbe Stellen seien auch sinnlos, weil Bildung auch bedeute, die individuelle Betreuung am Nachmittag umzusetzen. Nur mit dem Einsatz von Erzieherinnen den ganzen Tag über könne Ganztagsgrundschule gewährleistet werden.

Erstaunlich sei, dass es nur im Unstrut-Hainich-Kreis so positive Erfahrungen mit dem bisherigen Modell der Hortkommunalisierung gäbe. Bei anderen Kommunen, wie der Saale-Orla-Kreis oder Jena, die das Modell auch positiv evaluiert haben, sei es so, dass diese zusätzliches Geld, also mehr als vom Land vorgesehen, dafür aufwenden mussten.

"Wenn denn alle 21 teilnehmenden Schulen das neue Modell zur Weiterentwicklung der Thüringer Grundschulen favorisieren, so wie es in der Verwaltungsvorlage beschrieben ist, steht das im krassen Widerspruch zu den vielen Unterschriften der Menschen, also auch der Eltern und Erzieherinnen, aus dem Unstrut-Hainich-Kreis. Denn mittels der Unterschriftenaktion des Bündnisses zum Erhalt der Thüringer Grundschulhorte haben die Bürgerinnen und Bürger gezeigt, dass sie gegen die fortlaufende Kommunalisierung der Horte auch in unserem Landkreis sind. All diese Gründe und die Ungereimtheiten sollten bei der Abstimmung im Kreistag bedacht werden", so Eger abschließend:



Cordula Eger

Schwere Bedenken gegen Modell der kommunalen Horte

Die LINKE Kreistagsfraktion im Unstrut-Hainich-Kreis wird der Kreistagsvorlage für ein neues Erprobungsmodell zur Hortkommunalisierung über die nächsten vier Jahre unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht zustimmen.

"Eine Kommunalisierung der Grundschulhorte ist weder pädagogisch sinnvoll. noch unterstützt dieses Vorhaben die Weiterentwicklung einer inklusiven Thüringer Ganztagsgundschule", betont Cordula Eger (DIE LINKE), Mirglied des Bildungsausschusses des Kreises und verweist darauf, dass "nach wie vor die Fianzierung vom Land nicht abgesichert ist."

Offen seien auch die Fragen, ob die derzeit vom Kreis beschäftigten Erzieherinnen und Erzieher in den Horten übernommen und zu welchen Bedingungen diese angestellt werden. Nach wie vor sei die Personalvertretung über die Landratsämter schlecht geregelt, Abordnungen und Versetzungen passierten zum Teil per Anruf ohnen Einbeziehung vom Schulamt.

"Das Land muss zunächst dafür sorgen, dass keine Erzieherin schlechter gestellt wird. Das heißt, dem Fachpersonal, das vom Landkreis angestellt wird, dürfen keine Fünfzig-Prozent-Verträge mehr angeboten werden", fordert auch das Kreistagsmitglied der LINKEN, Jörg Kubitzki unmissverständlich. Für Angestellte würden halbe Stellen in der Entgeltgruppe S6 gerade einmal 800 Euro Netto bedeuten. "Der Landkreis würde damit prekäre Arbeitsverhältnisse schaffen und das ist skandlös!" unterstreichen die LINKEN Abgeordneten. Halbe Stellen seien auch sinnlos, weil Bildung auch bedeute, die individuelle Betreuung am Nachmittag umzusetzen. Nur mit dem Einsatz von Erzieherinnen den ganzen Tag über könne Ganztagsgrundschule gewährleistet werden.

Erstaunlich sei, dass es nur im Unstrut-Hainich-Kreis so positive Erfahrungen mit dem bisherigen Modell der Hortkommunalisierung gäbe. Bei anderen Kommunen, wie der Saale-Orla-Kreis oder Jena, die das Modell auch positiv evaluiert haben, sei es so, dass diese zusätzliches Geld, also mehr als vom Land vorgesehen, dafür aufwenden mussten.

"Wenn denn alle 21 teilnehmenden Schulen das neue Modell zur Weiterentwicklung der Thüringer Grundschulen favorisieren, so wie es in der Verwaltungsvorlage beschrieben ist, steht das im krassen Widerspruch zu den vielen Unterschriften der Menschen, also auch der Eltern und Erzieherinnen, aus dem Unstrut-Hainich-Kreis. Denn mittels der Unterschriftenaktion des Bündnisses zum Erhalt der Thüringer Grundschulhorte haben die Bürgerinnen und Bürger gezeigt, dass sie gegen die fortlaufende Kommunalisierung der Horte auch in unserem Landkreis sind. All diese Gründe und die Ungereimtheiten sollten bei der Abstimmung im Kreistag bedacht werden", so Eger abschließend: