22. März 2017

SüdLink und SüdOstLink: Der Bau der Trassen muss verhindert werden

Zur aktuellen Diskussion um den geplanten Bau der Gleichstromtrassen SüdLink und SüdOstLink in Thüringen erklären die Kreisvorsitzenden der LINKEN, Cordula Eger und Dirk Anhalt:

"Befürworter der Trassen bezeichnen diese als erforderlich für die Energiewende. Wir sind der festen Überzeugung, dass diese Leitungen nicht benötigt werden und die Bezeichnung als "Windstromleitung" eine reine Marketingstrategie ist. Diese Leitungen sollen nicht dem Transport erneuerbarer Energien dienen, sondern die dauerhafte Stromabnahme des 2015 bei Hamburg (Moorburg) in Betrieb genommenen Steinkohlekraftwerks und der mitteldeutschen Braunkohlekraftwerke absichern.

Es reicht deshalb nicht aus, wie beim SüdLink möglich, die Trasse nach Hessen zu verlegen. Vielmehr muss der Bau der Trassen verhindert werden! Durch den Trassenbau wird die Energie in Deutschland verteuert und Akzeptanz der Energiewende geschwächt.

Statt Trassen quer durch Deutschland zu bauen, brauchen wir endlich eine Energiepolitik aus einem Guss, eine Energiepolitik, die auf regionale Erzeugung und regionalen Verbrauch setzt. Eine Energiepolitik, die gleichberechtigt Energieeinsparung, Erzeugung erneuerbarer Energien und Speichertechnologien unterschiedlichster Art zulässt und fördert.

Wir fordern die Thüringer Regierungskoalition auf, sich vehement gegen die Pläne zur Wehr zu setzen und alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um den Bau der Trassen zu verhindern."

Wir werden uns auch in die außerparlamentarische Bewegung gegen diese unsinnigen Bauvorhaben einbringen."

Quelle: http://www.die-linke-unstruthainichkreis.de/nc/aktuell/aktuell/detail/artikel/test-43/